Ratgeber

„Gewalt: der Umgang mit sexueller Nötigung und Vergewaltigung“

Immer öfter hört man von sexuellen Übergriffen auf Frauen. Vor allem seit der Silvesternacht erscheint dieses Thema aktueller als je zuvor. Frauen wurden, u.a. in Köln, auf einem öffentlichen Platz mitten in der Menschenmenge von Männern angefasst und beraubt.

 

Doch wie kann man einer solchen Gewalttat, auch wenn oft keine äußeren Verletzungen sichtbar sind, begegnen? 

 


Jede Frau hat immer und überall das Recht „Nein!“ zu sagen. Oft genug wird dies  jedoch nicht akzeptiert. Wichtig ist, dass man sich als Frau nie schuldig fühlt, wenn es zum schlimmsten Fall kommt.

Der Täter trägt die Schuld. Egal, ob es sich um einen Fremden oder um einen Bekannten handelt, sollten Frauen immer sofort die Polizei aufsuchen.

 

Gemäß § 177 StGB werden alle erzwungen „sexuellen Handlungen“ unter Strafe gestellt, unabhängig von wem diese begangen wurden.

 

Einen besonders schweren Fall stellt die gemeinschaftliche Begehung mehrerer Täter dar.

Wenn Frauen sich nicht in der Lage fühlen eine Polizeistelle für die Anzeige aufzusuchen, können Sie die Polizei natürlich auch telefonisch unter 110 erreichen und eine Streife erbitten.

Die Polizisten nehmen dann sämtliche Daten auf und erfragen den genauen Tathergang. Auch, wenn es für die Opfer unangenehm ist dieses Schreckensszenario nochmals durchzudenken, kann jedes Detail entscheidend für die Ermittlungen sein.

 

Zudem erfolgt eine ärztliche Untersuchung bzw. Versorgung.

Wichtig ist es, niemals Beweise der Tat zu zerstören. In Wäsche oder Kleidung können sich wichtige Spuren befinden.

Frauen, die sich anschließend Hilfe suchen wollen, können sich z.B. an den Frauennotruf oder Opferhilfeorganisationen, wie den Weißen Ring, wenden.


Bildquelle:

 

www.strafakte.de